Zurück auf der Seidenstrasse

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Obwohl wir uns für Kirgistan noch einiges vorgenommen hatten, war nach dem Unfall doch etwas die Lust raus. Und so machten wir uns wieder auf den Weg.

Leider war schon in Bischkek nichts mehr von den glorreichen Zeiten der Seidenstrasse zu sehen. Doch Almaty, 240 km weiter nordöstlich, war auch nicht besser. Beides ziemlich moderne Städte mit einigen Überbleibseln aus der Sowjetära. Aber die Strasse, die die beiden Städte verbindet, verläuft genau auf der alten Karawanenroute. Es gibt anscheinend zwei Gründe für die Nichtexistenz alter Gebäude: Erstens sind Kirgisen und Kasachen nomadische Völker und zweiten haben mongolische Horden (yep, Dschinghis Khan, der üble Kerl ;-)) die Orte geplündert und zerstört.

In Almaty ging es nach etwas Erholung zum KTM-Händler, der unsere neuen Reifen hatte. Thomas stockte auch gleich noch etwas an Verschleissteilen auf, bekam aber leider nicht alles. Unser grösstes Problem für die Weiterfahrt, der Hinterreifen war noch viel zu gut zum Wegschmeissen. Der Vorderreifen zwar unten, aber dem konnten wir doch noch ein paar Kilometer zumuten. So luden wir die Reifen hinten auf und bewegten uns von nun an wie eine fahrende Motorradwerkstatt.

Von Almaty machten wir einen Abstecher nach Osten, wollten wir doch Kasachstan noch die Gelegenheit geben uns etwas anderes als flache, eintönige Steppe zu zeigen. Der Scharyn-Canyon bot genau diese Gelegenheit. Bedauerlicherweise für uns und toll für die Natur, sind die Zeiten vorbei, in denen Mann mit Motorrad oder Geländewagen durch diese Landschaft brausen durfte.

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Quer durch die Steppe nach Sharkent, wieder an der alten Karawanenstrasse gelegen, auf der Suche nach einem Hotel. Und nun lernen wir endlich, was Hotel auf Kasachisch heisst 🙂 Thomas schaffte es, dass wir die Motorräder tatsächlich in die, ansonsten leere, Eingangshalle stellen durften. DSCN3177009Das Restaurant gleich ein paar Schritte die Strasse runter beglückte uns mit kaltem Bier vom Fass, leckeren Salaten und einem himmlischen Kartoffelgericht, welches wir wie eine blinde Kuh aus einem Menü in rein kyrillischer Schrift aussuchten.

Auf der Karawanenroute ging es Richtung Westen, dann schlängelten wir uns durch eine Seenplatte ohne einen See, aber dafür Berge, zu sehen Richtung Russland. DSC_0545005Wir hatten es plötzlich eilig zu Mütterchen Russland zu kommen.

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