Добро пожаловать в Россию – Willkommen in Russland

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Mal wieder gingen wilde Gerüchte über den Grenzübergang um. Strenge Befragung, 6 Stunden usw. Wir kamen an, die Kasachen wollten gar nichts von uns. Die Russen waren sehr freundlich und entgegenkommend. Der Zöllner sehr interessiert. Er beklagte sich sehr, dass die Europäer kein Russisch sprachen, obwohl Russland doch so ein grosses und schönes Land sei. Und stellte uns natürlich mit seinen mageren Deutschkenntnissen in den Schatten. Immigration war kurz und bündig, doch sie behielten unsere Pässe und sandten uns zum Zöllner zurück. Dort warteten wir dann fast eine Stunde bis uns die Pässe gebracht wurden. Der Herr von der Immigration hatte grosses Interesse an unseren Arabischen Visas gezeigt. Vor allem Syrien schien ihm Gedanken zu machen. Ob sie uns in der Zeit durch irgendeine Terroristendatenbank geschleust haben?

Gleich nach der Grenze wollten wir unsere Fahrzeugversicherung abschliessen. Doch weit und breit gab es keine Bank. Fremdwährung wurde nicht akzeptiert, nur Rubel. So fotografierten wir die Werbung DSCN3199001und fuhren weiter Richtung Rubtsovsk, der ersten grösseren Stadt in Russland. Im ersten Dorf an der Strecke gab es einen Bankomaten den wir aufsuchten. So mit Rubel bewaffnet, war es ein leichtes gleich an der Stadtgrenze von Rubtsovsk eine Versicherung zu kaufen. Die drei jungen Leute in der Blechbude waren eine Stunde mit der Entzifferung meines Fahrzeugausweises beschäftigt. Onkel Google war ihnen nicht so geläufig. 🙂DSCN3202002

Barnaul hiess unser nächstes Ziel. Von dort sollte es dann Richtung mongolische Grenze durch den russischen Altai gehen. Kaum kamen wir in die Nähe der Berge öffnete der Himmel seine Schleusen. Was eigentlich eine gemütliche Fahrt durch die Berge hätte werden sollen, wurde zum Wettrennen mit der Zeit. Angeblich sollte die mongolische Grenze nur noch Freitag geöffnet sein und danach erst am 18. Juli wieder den Betrieb aufnehmen. Kein Problem, heute war ja erst Mittwoch – die Strecke „nur“ 1‘100 km bis zur mongolischen Grenze. Durch liebliche Hügellandschaft, wenn auch wolkenverhangen und regnerisch, fuhren wir erst an den russischen Ferienorten vorbei. Eine Verzweigung in der Strasse brachte einsamere Landschaft, leerere Strassen und ein Ende der netten Cafés für eine Pause. Onguday, KM 447, war kein riesiger Ort, verfügte aber über eine nette Herberge mit Mikrowelle und einen Supermarkt in 100 m Entfernung. Die erste Borschtsch und die Solijanka, beides aus dem Glas, füllten den Magen und wärmten, mehr aber auch nicht.

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Bei besserem Wetter ging es Richtung Osten. Kurz nach dem Mittag erreichten wir den russischen Grenzposten, der zum Glück keine Mittagspause machte. Was eine weitere sehr schnelle Grenzabwicklung hätte sein können, verwandelte sich in einen Albtraum als wir das gewünschte Zolldokument nicht produzieren konnte. Keiner hatte uns gesagt, dass Kirgistan, Kasachstan und Russland eine Zollunion bilden… Wir gerieten etwas ins Schwitzen, doch nach einer Stunde Geduld fand die Beamtin eine Lösung. Über 20 km Niemandsland wartete auf uns. Genau bis auf die Passhöhe, die das Ende von Russland bedeutete war die Strasse geteert. Hinter dem Schlagbaum, auf mongolischer Seite, wartete Piste auf uns. Am mongolischen Grenzposten wartete eine lange Schlange russischer, mongolischer und kasachischer Fahrzeuge. Alle auf dem Heimweg für die Naadam-Ferien, welche die Grenze effektiv schliessen würden. Eine Zeitzone später, ewige Warterei, unglaubliches Gedränge und einem Hauch von Planlosigkeit später befanden wir uns in der Mongolei, abends um halb sieben. Dann hiess es noch die 97 km bis Ölgii, der ersten Stadt, abzusitzen.

Sonntag lasen wir dann im Forum, dass die Grenze tatsächlich zu war. Es hing einer in Russland fest, während sein Freund in der Mongolei auf ihn wartete. Hip Hip Hurra 😦

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