Wer ist der Schuldige?

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Jeder, der unseren Blog verfolgt hat, und jeden den wir auf unserer Reise bis und mit Tadschikistan getroffen haben, weiss wieviel Zeit Thomas mit der Fehlersuche an seinem Motorrad verbracht hat. Die KTM lief nicht gut. Sie verbrauchte mehr Benzin als ein Auto. Jedes elektrische Ersatzteil, das wir dabei haben, wurde verbaut.

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Mal wieder am Schrauben

Keine Besserung. Foren wurden durchsucht, Spezialisten kontaktiert. Ein neuer Vergaser musste her. Den erhielten wir über viele Umwege durch unseren Freund, Stefan, aus Österreich. Nochmals vielen herzlichen Dank für den super Service! Das hat super geklappt!

Dann kam der Tipp aus den USA: Es könnte die Benzinpumpe sein! Toll, wieso haben wir dann einen Vergaser bestellt? Unsere Benzinpumpe wird natürlich nicht mehr produziert. Auch gibt es keine Ersatzteile mehr. In Khorog, Tadschikistan, wurde die Benzinpumpe auseinander gebaut. Da war tatsächlich ein winziges Loch in der Membran, so dass Benzin an Orte gelangte, an denen es nichts zu suchen hat.

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Membran mit Leck

Mit 2-Komponenten-Kleber wurde das geflickt. Zudem baute Thomas auch den neuen Vergaser bei sich ein.

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Endlich, der neue Vergaser ist da!

Und wir hatten Ruhe. Alle Probleme waren weg. Das Motorrad lief wieder wie am Schnürchen und der Verbrauch war sehr zufriedenstellend.

Bis wir Murghab, am Pamir Highway, Richtung Kirgistan verliessen. Erster Pass und die KTM keuchte wie ein Asthmatiker. Auch der Benzinverbrauch stieg an.

Mehr als nur etwas frustriert baute Thomas in Osh alles wieder auseinander.

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Ist es nun das letzte Mal?

Die Benzinpumpe war immer noch okay. Am Vergaser war nichts zu finden. Also tauschte er seinen neuen Vergaser gegen meinen alten aus. Mit dem Resultat, dass seine von da an wunderbar lief – mit traumhaftem Verbrauch, während meine zwar gut lief – dafür soff wie ein Kamel. So musste noch die Schwimmerhöhe in der Schwimmerkammer angepasst werden.

Nun haben wir zwei Motorräder, die seit 10‘000 km fehlerfrei laufen und einen normalen Verbrauch haben.

Eine Schuldzuweisung gibt es nicht. Was bei Thomas ein ungutes Gefühl hinterlässt. Als Ingenieur mag er keine Mysterien.

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