„Schnupfdruckli“ auf grosser Fahrt – der Abschied fällt schwer

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Mit der Rückkehr nach Honshu brach auch unsere letzte Woche in Japan an. Von der Fähre fuhren wir erst mal auf der anderen Seite der Halbinsel Shimokita-Hanto runter, mit einem kurzen Zwischenstop am Usoriyama-ko mit seinem Tempel, den Gläubige aufsuchen um mit den Toten zu kommunizieren, am Fusse des Osore-zan.

Da mich seit Sapporo eine Erkältung plagte, wir zudem sowieso nicht südlicher fahren wollten als Tokio, blieben wir erst einmal einen Tag in Aomori.

Langsam bewegten wir uns Richtung Narita International Airport vorwärts. Hirosaki lockte mit seiner Burg und dem Samurai-/Händlerquartier. Die Burg entpuppte sich als wenig grösser als die letzte und die grossen alten Häuser waren zum grössten Teil hinter Mauern versteckt. Interessanterweise war die Burg nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort zu finden. Anscheinend war mit der Mauer, auf der sie eigentlich thronen sollte, etwas nicht in Ordnung. Die Japaner, um ihre Kulturgüter bemüht, hoben die ganze Burg am Stück an und brachten sie auf festem Grund in Sicherheit. Dort ruht sie nun, wahrscheinlich bis die Mauer wieder sicher ist.

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Burg von Hirosaki

Im Zentrum entdeckten wir zudem einen kleinen Park mit Miniaturen historischer Monumente, welche über die Stadt verteilt auch im Original zu besichtigen sind.

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Hirosaki – keine Miniatur, sondern das Original

Weiter lockten uns dann noch die Tempelanlage Zenrin-gai

 

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und die Pagode der Tempelanlage Saisho-in.

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In der Nähe vom Tazawa-See schlugen wir erneut unser Nachtlager auf.

Im Licht der frühen Morgens besichteten wir das Samurai-Quartier von Kakunodate.

Dann ging es über Akita an die Westküste, nicht nur um Fukushima so weit wie möglich zu umfahren. In Sakata bogen wir Richtung Dewa Sanzan, den drei heiligen Bergen Haguro-san, Gas-san und Yudono-san, ab. Wir beschränkten unseren Besuch auf den Haguro-san, dessen Gipfel über 2‘466 Stufen zu erreichen ist. Idyllisch führte der Weg durch einen Laubwald, vorbei an Schreinen, Statuen, Wasserfällen und kleinen Brücken.

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Am Zenpo-ji Tempel hatten wir, im Anschluss an die Besichtigung, eine geeignete Übernachtungsstelle gefunden. So ging es zum Sonnenuntergang vor an den Strand,

dann zum Abendessen und schliesslich zum Zelt aufstellen. Nun sollte man sich gut überlegen, ob man wirklich in der Nähe eines aktiven Tempels campen will. Denn der Weckruf bei Sonnenaufgang (irgendwann nach 5 Uhr morgens) ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Glocken und grossen Trommeln funktionieren besser als jeder Wecker 😉

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Wenn man in Japan unterwegs ist, kann Lachs omnipräsent sein. Murakami ist einer der Orte, wo er auch gezüchtet wird.

Dann, ganz zufällig, fanden wir noch das Hauptquartier von Snow Peak, dem Outdoor-Ausrüster von dem unser Besteck stammt. Dieser hat gleich angrenzend einen grossen Campingplatz und natürlich ein Verkaufsladen.

Immer wieder staunen wir über die Überlegtheit der Japaner. So findet sich auf der Strasse der Mini-Camper.

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TentMushi – der Mini-Camper

Im Café wird einem ein Korb zur Verfügung gestellt, damit man Jacke und Handtasche nicht auf den Boden stellen muss.

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Im Café

Die Stunde des Abschieds von unserem „Schnupfdruckli“ schlug am Mittag des 17. Oktobers 2016, am Internationalen Flughafen Narita (Tokio). Getreu und zuverlässig, ohne zu murren, hat es uns während 19 Tagen 4‘431 km kreuz und quer über Honshu und Hokkaido geführt. Es hat uns viele heitere Momente beschert und wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

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