Im WILDEN WESTEN von Texas

English Version

Da wir in Roswell, NM, keine Begegnungen mit Ausserirdischen hatten und auch nicht von welchen entführt wurden, war der Staatswechsel nach Texas sehr unspektakulär. Wir waren für eine Weile gar nicht sicher, ob er stattgefunden hatte 🙂 Es gab dann kleine Hinweise, die es doch vermuten liessen.

Sehr warm und sehr windig gestalteten sich die ersten Kilometer.

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Relaxen in der Sonne

Doch das Wetter schlug um, Sturmwarnung und ein paar Regenschauer hielten uns davon ab gleich weiter zu fahren.

 

Der Ruhetag hatte sich gelohnt. Wenn auch sehr kalt, doch klar und sonnig präsentierte sich uns die „Bergregion“ von Texas. Ein Observatorium,

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schöne Landschaft

und gepflegte, alte Ortschaften (Fort Davis, Marfa, Alpine)

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prägten das Bild. Da darf natürlich auch eine szenische Autoroute, der Texas Pecos Trail, nicht fehlen.

Richtung mexikanische Grenze und Big Bend Nationalpark wurde die Landschaft einsamer und wilder.

Wir beschlossen unseren Tag im Big Bend Nationalpark so richtig auszukosten und eine der „härtesten Pisten, die der Park zu bieten hat“ zu fahren: die River Road – die Flussstrasse. Diese führt dem Rio Grande entlang. Der „Grosse Fluss“ erwies sich aber als ziemliches Rinnsal und macht verständlich, wieso eine illegale Einwanderung in die USA so einfach ist. Doch davon will ich hier nicht schreiben…

Früh am Morgen verliessen wir unseren Zeltplatz im Chisos Basin und brachen Richtung Westen auf. Die Strassen lockten mit malerischen Namen: Maverick Drive, Ross Maxwell Scenic Drive und dann, die River Road. Vorsichtshalber hatten wir unser Gepäck, bis auf Werkzeug und Ersatzteile, am Zelt gelassen. Doch die Steine waren nicht so gross wie erwartet, der Sand nicht so tief wie in Afrika und die Flussbette viel trockener als in Sibirien 😀 So konnten wir uns ganz auf die tolle Landschaft und die Hitze konzentrieren. Natürlich stieg das Thermometer genau an dem Tag auf 32°C 😉

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An einer Stelle ging ich zu Fuss, alle anderen Herausforderungen meisterte Thomas mit mir als Sozius. Naja, wahrscheinlich bin ich etwa so schwer wie die volle Beladung in Afrika (Gepäck mit Ersatzteilen und Werkzeug; zusätzlich Wasser, Benzin, Lebensmittel) 😀

Man hatte uns vor den mannigfaltigen Gefahren in Westtexas und im Big Bend im Speziellen gewarnt. Diese sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und SEHR real! Berglöwen, Bären, riesige verwilderte Hausschweine (500 kg und mehr, von denen es über eine Million alleine in Texas gibt),

Javelinas (eine Art schweinische Allesfresser mit beeindruckenden Hauern),

Menschenschmuggler, illegale Immigranten und Drogenschmuggler. Auch an die Präsenz von Grenzbeamten und Waffen sollte man sich gewöhnen. Da rede ich nicht nur von kleinen Pistolen, sondern von Maschinengewehren. Glücklicherweise, oder enttäuschender Weise, haben wir NICHTS davon gesehen.

Beim Rio Grande Village hat man die Gelegenheit, eine legale Stippvisite nach Mexiko zu machen. Weiter östlich kommen dann die Mexikaner illegal über das Wässerchen,

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Rio Grande

hinterlassen Souvenirs und bitten um eine milde Gabe.

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Souvenir, Souvenir…

Die Parkwächter versuchen zeitweise die Touristen davon zu überzeugen, dass sie mexikanische Souvenirs doch besser in Mexiko kaufen sollten.

 

Das Bierchen bei der Rückkehr zum Zeltplatz war wohlverdient.

 

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Campen und relaxen im Big Bend – mit Big Bend Bier

 

Am Vortag hatten wir den Santa Elena Canyon ausgelassen. Das wollten wir vor Verlassen des Nationalparks noch nachholen. Der Einschnitt im Abbruch hatte uns am Vortag über weite Strecke begleitet.

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Der Santa Elena Canyon von der River Road

So nahmen wir, nachdem wir das Zelt abgebaut und alles aufgeladen hatten, die Maverick Road zu Old Maverick Road, eine unasphaltierte Strasse – für alle Fahrzeuge geeignet – zum Santa Elena Canyon. Was auf der Broschüre des Parks wie ein kurzer Spaziergang aussah, entwickelt sich zu einer kleinen Expedition in voller Montur unter einer heissen Januar-Sonne. Die Brücke war weggespült, der Pfad nicht markiert und der Parkwächter trat seinen Dienst erst nach 10 Uhr an 😦

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Völlig verschwitzt kehrten wir zum Motorrad zurück. Die kühle Fahrtbrise war sehr erfrischend.

Aber etwas enttäuschend war der Ausflug ja schon – so in Sachen Abenteuer. Aber laut Thomas weiss der WILDE WESTEN von Texas es besser als sich mit einer kleinen, blonden Schweizerin anzulegen 😀k1600_dscn635634

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