Frösche jagen im Bayou von Louisiana

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Die Reise nach Osten führte uns von Texas nach Louisiana. Cajun, Bayou, Alligatoren, Moskitos, Jazz, Mississippi, New Orleans und Mardi Gras sind Schlagwörter, die einem in Verbindung mit Louisiana wohl in den Sinn kommen. Das mysteriöse Bayou mit den französisch sprechenden Cajuns war für mich Anziehungspunkt. Die Mücken und Alligatoren tönten nicht ganz so attraktiv.

Von einer einheimischen Motorradseite hatte ich eine Bayou-Rundfahrt herunter geladen. So versuchten wir uns im „Frösche jagen“ im Bayou. Von der sagenumwobenen Sumpflandschaft fanden wir auf der Strasse wenig.

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Alligatorenhäppchen und Froschschenkel gab es jedoch im Supermarkt zu kaufen 😉

Weitere Vorstellungen mussten umgekrempelt werden. So sind die Kreolen aus Louisiana weder Ohrringe noch farbig, sondern weiss und französisch stämmig. Dann gibt es da aber noch andere französisch-stämmige, die Akadier – welche die Briten anno dazumal aus ihrer kanadischen Kolonie auswiesen – die heute als Cajuns bekannt sind. Auch verkehren Kreolen und Akadier selten in den gleichen Kreisen, sind die einen mehr Geschäftsleute aus New Orleans und die anderen ursprünglich Fischer, Bauern und Jäger.

In Louisiana fanden wir auch heraus, dass nicht alle Häuser in den USA überdimensioniert sind. Manche sind klein und süss, andere klein und schäbig. Doch auch hier gibt es die schönen grossen Häuser, von den alten Plantagen und Antebellum-Villen nicht zu sprechen.

Und wenn in Louisiana, dann dürfen natürlich zwei Dinge nicht fehlen: New Orleans und der Mississippi. New Orleans zu finden war nicht schwierig. Wir fuhren mit der BMW mitten ins „French Quarter“ (das französische Quartier). Vorbei an Touristen, für den Karneval geschmückten alten Häusern und Strassenmusikanten.

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Nun blieb noch der Mississippi auf der „Einkaufsliste“ unserer Sehenswürdigkeiten. Dieser wird in den USA mit der Great River Road gewürdigt. Diese zieht sich 3‘000 Meilen (4‘800 km), durch 10 US-Bundesstaaten und zwei kanadische Provinzen, den Ufern des Flusses entlang (und weiter???).

Den Fluss effektiv zu finden, erwies sich dann doch als etwas schwieriger. Denn wer, wie ich, erwartet, dass man von der Great River Road effektiv den Fluss sieht, wird schwer enttäuscht. Dieser ist nämlich für über 1‘000 Meilen hinter einem Levee (einem Deich) versteckt. Die Great River Road folgt also durch ganz Louisiana und Mississippi dem Deich, was doch sehr an eine Fahrt durch Holland erinnert 😉 Auf den Deich darf man nur zu Fuss. Die einzige Möglichkeit den Fluss vom Motorrad aus zu sehen bietet sich in der Überquerung auf einer der Brücken.

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Der Mississippi

Statt dem Mississippi fanden wir also Eisenbahnlinien, Industrie, Landwirtschaft und gelegentlich eine kleine Ortschaft.

In Natchez, Mississippi, gaben wir das Vorhaben mit der Great River Road schliesslich auf.

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