Work-Life-Balance im nördlichen Idaho

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Es gab einen guten Grund, wieso wir nach Richland fuhren. Unsere KTM’s holen!!!

Sie warteten geduldig in ihrer kleinen Garage. Aber ich glaube, sie waren froh, uns wieder zu sehen. Denn sie sprangen praktisch problemlos an.

Wir hatten für ein paar Nächte ein Motelzimmer in der Nähe gebucht. Wir mussten neu packen und auch ein paar Schnell-Reparaturen für unsere Fahrt in den Norden von Idaho durchführen.

Dort bot uns ein Paar aus dem ADV-Forum einen Arbeitsplatz und eine Schlafstelle, was wir dankbar akzeptierten. Sie wohnten nicht allzu weit von unserer geplanten Route und Thomas brauchte wirklich einen gut eingerichteten Platz um an den Motorrädern zu arbeiten. Die meisten Rad- sowie mein Lenkkopflager waren hinüber.

Eine meiner Taschen war halb abgerissen. Das musste noch gerichtet werden. Wir fanden einen echten Cowboy, der das übernahm. Ein pensionierter Rodeo-Reiter – Bullen und wilde Pferde, der nun handgearbeitete Sonderanfertigungen von Sätteln, Zaumzeug und Chaps herstellt. Yeehaw!

Unseren Radlagern nicht trauend, nahmen wir den Interstate soweit es ging. Thomas war gar nicht wohl mich mit dem kaputten Lenkkopflager fahren zu lassen.

Nun könnt Ihr Euch ja vorstellen, wie das so ist. So eine Einladung von Fremden zu akzeptieren, macht einen doch immer etwas unruhig. Was für Leute sind das? Irgendwelche Seltsamen? Wir wussten, dass sie vor ihrem Rücktritt bei der Navy war und eine grosse BMW 1200 GS fuhr. Er, ein Landjunge aus Idaho – wie er sich selber beschrieb.

Nun, wie es bei mir öfters geschieht, ging meine Fantasie etwas mit mir durch. Sie muss ja riesig sein. Eine von diesen „Kampfsäuen“ – Navy und dann das schwere Motorrad.

Na ja, das Leben ist voller Überraschungen. Und lasst mich Euch etwas über die US von A sagen. Kann sein, dass jeder die „southern hospitality“ – die Südstaaten-Gastfreundschaft – kennt. Aber in dem Fall erstreckt sich der „Süden“ bis an die Kanadische Grenze, für Thomas und mich auf jeden Fall. Und Carrie ist keine „Kampfsau“. Sie ist gross, schlank und sehr weiblich.

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Phil & Carrie

Carrie und Phil boten uns viel mehr als nur einen Arbeitsplatz und ein Bett. Sie empfingen uns mit offenen Armen, boten Hilfe, Gesellschaft und Freundschaft, gutes Essen und tolle Gespräche.

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Carrie nahm mich sogar einen Nachmittag ins Tierheim mit um obdachlose Hunde zu pflegen. Natürlich musste ich mich gleich in meinen geifernden Pflegling verlieben – Leon, der Boxer (nicht zu verwechseln mit Leon, dem Vermieter in Santa Fe – aber beide mit grossartigem Charakter 😉 ) Zum Glück hatte Leon schon ein neues Zuhause gefunden!

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Leon

Wir hatten geplant zwei oder drei Tage zu bleiben. Die Umstände machten neun daraus. Mehr Arbeit als erwartet an den Motorrädern

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und die Warterei auf einige Ersatzteile, die wir bestellen mussten.

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Alles wieder zusamme und funktionstüchtig

Dann war Abschied nehmen sehr, sehr hart!

 

Wir hatten eine tolle Zeit! Fanden die perfekte Work-Life-Balance in dem kleinen „bunk house“

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State Line bunk house

im Norden von Idaho, mit unseren Freunden Carrie und Phil, Josie (the dog) und Jasmine (die Katze). Wir lernten sogar Phil’s Tochter, Amy, kennen. Danke nochmals für alles und bis bald!K1600_IMG_20170601_22045599116

 

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