Taxco – Wo VW-Busse und Käfer das Stadtbild prägen

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Es gibt Momente, da fühlt man sich als Reisender wieder wie ein kleines Kind. Irgendein Gegenstand, ein Geruch, ein Geschmack, ein Eindruck, der nostalgische Gefühle auslöst und alles andere in den Hintergrund drängt.

„Oh, oh, schau mal, ein alter VW-Bus,“ informierte ich meinen armen Ehemann voller Begeisterung über die Gegensprechanlage. Zwei Sekunden später: „Oh, und noch einer.“ Nach einigen Kilometern fiel mir erst auf, dass ich mich unglaublich wiederholte. Sämtliche Colectivos (kleine Busse, die den öffentlichen Nahverkehr sicherstellen) waren hier alte VW-Busse. Als dann auch die Anzahl alter VW-Käfer drastisch zunahm, war ich – muss ich zugeben – ganz aus dem Häuschen.

Es gibt auch andere Momente im Leben eines Motorradreisenden. Nämlich, die in denen man feststellt, dass es doch besser ist der Wegbeschreibung zu folgen als dem Navigationsgerät 😉

„Ich glaube nicht, dass wir da hochfahren wollen,“ riss mich Thomas aus meiner Euphorie.

Nur ein Beispiel

Erst jetzt sah ich, dass er sinnend in eine schmale, sehr steile, kopfsteingepflasterte Gasse blickte. Entgeistert nahmen wir zur Kenntnis, dass dies der Weg zu unserer Unterkunft sein sollte.

Nummer 14, ganz unten, ist unsere Einfahrt – von oben kommend

Denn Ziel war eigentlich die Besichtigung von Taxco – nicht von Bullies und Käfern 😀 Silberstadt par excellence war sie natürlich am Berg gebaut. In einer sehr steilen, sehr engen Kurve bremste ich noch ein Taxi aus. Der kleine Japaner, notwendig für die engen Gassen, verfügt über einen elementaren Nachteil gegenüber dem Käfer: Vorderradantrieb. Da drehten die Räder leider durch.

Unsere Unterkunft war super. Eine ganze Wohnung für uns (die anderen Zimmer waren nicht belegt), sichere Garage, mitten im Zentrum. Das Einkaufen auf dem Markt, zum Gebrauch der eigenen Küche, war eine Freude. Durch die engen Gassen zu wandern, in Silberschmuck-Ateliers reinschauen, am Zócalo sitzen und Käfer zählen – alles zur Entspannung. Weiter gibt es malerische Dachterrassen um die Sicht auf die Stadt zu geniessen. Doch am wichtigsten ist – wie in ganz Mexiko – eintauchen in die Farben, Lichter, Gerüche, das bunte Treiben und die Lebensfreude.

Diashow: Taxco

Als unsere Zeit in Taxco um war, verliessen wir unsere Unterkunft auf dem Weg, den uns das Navigationsgerät hatte hin schleusen wollen. Die steile Gasse führte direkt an unserer Unterkunft vorbei.

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