Oaxaca, zu Hause oder nicht zu Hause?

English version

Dank Gustavo, unserem Freund aus Chihuahua, wurden wir in Oaxaca von seinen Freunden Aurora und Ruben beherbergt.

Nach unserer Ankunft

Das Paar lebt etwas ausserhalb der Stadt, sehr ruhig auf dem Gelände des Golfplatzes.

Die ersten Tage vergingen wie im Flug. Aurora und Rubén arbeiten in der Stadt und wir nutzten öfters die Gelegenheit um mit ihnen ins Zentrum und auch wieder zurück zu fahren. Ihr Unternehmen liegt nur 20 Minuten zu Fuss vom Zócalo – ideal für uns. Wir entdeckten die Stadt erneut.

Diashow: Oaxaca

Freundeten uns, wie beim ersten Besuch, sehr schnell wieder mit ihr an. Genossen die vielen Restaurants und Bars am Zócalo. Schlenderten stundenlang durch die Fussgängerzone. Besuchten Kirchen und Museen, auf Anraten unserer Freunde. Nur knapp entging ich einem Kaufrausch im Markt – nur eine Häuserzeile vom Zócalo entfernt. Im Haus verbrachten wir viel Zeit auf der Terrasse, am Computer und beim Relaxen.

Aussicht von der Terrasse

Am späteren Nachmittag, so gegen 16.00 Uhr, gab es jeweils ein sehr geselliges Mittagessen mit Aurora und Rubén.

Gegen Ende unserer ersten Woche trafen wir uns mit Aurora und Rubén im „Casa de la Abuela“ (Haus der Grossmutter), einem Restaurant am Zócalo, das der Schwester von Gustavo gehört, zum Mittagessen.

Diashow: Casa de la Abuela und Quinta Real

Hatten wir uns bisher standhaft gewehrt Chapulines (Heuschrecken)

Chapulines in jeder Grösse und Geschmacksrichtung

auch nur zu kosten, bestellte Rubén sie nun zur Vorspeise zusammen mit einer Tlayuda (überdimensionale Tortilla – genauso eine Spezialität von Oaxaca wie die Chapulines). Die Heuschrecken kamen in gekochter Form, mehr Mus als individuelles Tier. Bisher waren uns auf Märkten und bei Strassenverkäufern nur die gerösteten und frittierten Tiere untergekommen. Wir kosteten und mochten sie. Ein Glück, laut Gustavo, denn wer in Oaxaca Chapulines isst, kehrt immer wieder zurück 😀

Zur Hauptspeise wählten wir alle eine der sieben Moles aus, die für Oaxaca ebenfalls typisch sind. Ein Verdauungsspaziergang zur Kathedrale mit ihren lokalen Eisdielen folgte – natürlich mit Eis.

In der Eisdiele

Dann spazierten die Männer zum Hotel „Quinta Real“ während wir Frauen mit dem Auto folgten. Das Quinta Real ist ein Hotel, das aus den Ruinen eines ehemaligen Klosters aufgebaut wurde.

Im Hotel „Quinta Real“

Die Ruhe wurde dann durch Thomas Skype-Unterhaltung mit Christel (seiner Mutter) in Aufruhr versetzt. „Sie möchte uns wiedersehen. Wir sollen uns mal überlegen, von wo aus wir für ein paar Tage nach Hause fliegen können.“ Oh, wirklich? Naja, dann fingen die Überlegungen und Nachforschungen an. Panama oder Kolumbien wäre toll. Da müssten wir sowieso fliegen. Ne, geht nicht. Beide Länder darf man ohne Motorrad nicht verlassen. In den Overland-Foren informierten uns Leute, dass es aus Costa Rica und Guatemala problemlos möglich sei. So auch aus Mexiko, falls wir das Motorrad nicht in den Pass gestempelt hätten. Eine kurze Unterhaltung mit Rubén, der kein Problem darin sah unsere Motorräder eine Weile zu beherbergen, und der Flug war gebucht. Jetzt brach Chaos aus, denn in drei Tagen sollten wir bereits fliegen. Thomas wollte die Gelegenheit nutzen und noch ein paar günstige Ersatzteile aus Deutschland mitbringen. Ich wollte noch Souvenirs für die Familie…

Doch endlich war Mittwoch. Aurora und Rubén hatten uns Trolleys für die Reise geliehen. Zudem brachten sie uns zum Flughafen. Sie würden uns in zwei Wochen auch wieder abholen. Der Flug ging von Oaxaca über Mexico City und Amsterdam nach Zürich, wo uns Christel vom Flughafen abholte. Es folgten zwei gemütliche Tage bei meinen Schwiegereltern, dann ging es für 10 Tage nach Hause (Wünnewil). So schön, meine Familie, Verwandte und Freunde aber hauptsächlich meine Nichte, Lily, und meinen Neffen, Henri, wiederzusehen.

Lily und Henri am Werk

Thomas kam dann auch noch für zwei Tage nach Hause. Meine Eltern und die Kinder begleiteten uns dann zum Flughafen. Danke euch allen für ein paar unvergessliche Tage!

Diashow: zu Hause

Nach einem langen, anstrengenden Flug – mit vielen Stunden Aufenthalt in Paris und Mexico City – landeten wir endlich wieder in Oaxaca. Rubén war wie versprochen und brachte uns nach Hause. Genau mit diesem „zu Hause“-Chaos hatten wir die letzten drei Wochen gelebt. Denn wir fühlten uns in Oaxaca zu Hause. Aurora und Rubén meinten es wirklich: „mi casa es tu casa“ (mein Haus ist dein Haus). Dann ging es nach Hause – sprachen wir nun von Konstanz oder Wünnewil? Wenn wir zu Hause sind – ähm, hier in Oaxaca oder in Europa?

Naja, wir verbrachten noch eine weitere Woche in Oaxaca.

Sant

Erholten uns vom Flug.

Treppe im Centro de las Artes, San Augustin Etla (Oaxaca)

Bereiteten die Weiterreise nach Zentralamerika vor. Und besuchten nochmals all unsere Lieblingsorte in der Stadt.

Santo Domingo

Dann war es Zeit „Tschüss“ zu sagen.

Centro de las Artes, San Augustin Etla (Oaxaca)

Aurora, Rubén, vielen herzlichen Dank für alles. Es war grossartig mit euch. Bis im Herbst in Südamerika 😉

 

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