Mein innerer Yogi auf Besuch im Heiligen Tal

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Ein bisschen beweglicher, sportlicher und ausgeglichener zu sein hat noch keinem geschadet. Und mir ganz sicher auch nicht 😀 Die Lösung: Yoga. Nun wollte ich aber in der Lage sein mein Yoga selbständig auszuführen. Was bot sich da mehr an als ein Yoga-Lehrer-Training. Dass ich zuvor nur ein einziges Mal an einer Yogastunde teilgenommen hatte, störte mich wenig. Super Idee von mir 😉

Wir fuhren nach Pisac im Heiligen Tal.

Sicht aus dem Yoga-Studio

Dort sollte über die nächsten drei Wochen im Nidra Wasi das Training stattfinden.

Der Einstieg in die spirituelle Welt der Yogis führte durch die spirituelle Welt der Anden. Wir besuchten eine Bauerngenossenschaft auf 4‘300 m und brachten Pacha Mama (Mutter Erde) unser Opfer. Während uns der Wind um die Ohren pfiff, lernten wir alles über peruanische Kartoffeln und deren Pflanzung. 24 Sorten, keine Schädlinge auf dieser Höhe. Bis zu 2 kg Ernte pro gesäte Kartoffel. Das Feld wird von Hand umgestochen und kann nur alle sieben Jahre bepflanzt werden. Dünger bildet der Kot von Alpacas und Hühner. Wir waren nicht böse, als es für ein spätes Mittagessen in den Speisesaal ging.

Dann ging es zur Sache. 6 Tage die Woche der gleiche Drill.

7.00 – 08.30 Uhr Pranayama (Atemmeditation)
10.00 – 12.00 Uhr             Lehrertraining
14.00 – 16.00 Uhr             Yoga-Philosophie
16.00 – 18.00 Uhr             Yoga

Das tönt nicht so schlimm. Aber das Lehrertraining beinhaltete natürlich Yoga. So verbrachte ich mindestens 3 Stunden am Tag mit diversen Verrenkungen und Kraftübungen. An manchen Tagen war ich am Limit.

Warten auf den Beginn des Temazcal – der Sauna

Der spirituelle Anstrich war nicht ganz so meine Wellenlänge. Kirtan, das gemeinsame Singen von Mantras, entwickelt sich sicher nicht zu meinem neuen Hobby.

Diashow: Pisac und der Besuch des inneren Yogi

Da wir solange in der Gegend blieben, holten etliche Freunde zu uns auf. Natürlich alle am gleichen Wochenende. Erst kamen Mandi und John an.

John gefällt seine Kappe

Mit ihnen verbrachten wir unsere Zeit auf dem Markt und bei „Ulrike’s“. Dann stiess auch Steve mit seiner Begleiterin Pénelope noch zu uns.

Ende der zweiten Woche war ich mehr Tod als lebendig.

Pranayama am frühen Morgen

Die Moral blieb nur dank meinem Lehrer, Daya, und Thomas über dem Nullpunkt. Doch wir vertieften uns in Uku Pacha, Kai Pacha und Hanan Pacha – die verschiedenen Welten der Andenbevölkerung. Erweckten den Geist der Schlange, des Pumas und des Kondors.

Freizeit, was ist Freizeit? Während einem Lehrertraining ist diese nicht wirklich existent. Jede Minute geht mit üben und lernen drauf. Nicht so ganz der entspannende Aufenthalt, den ich mir gewünscht hatte 😉 Die ganze Klasse bestand aus starken Persönlichkeiten – alle zwischen 13 und 23 Jahren jünger als ich. Meine nicht vorhandenen Vorkenntnisse bissen mich etwas in den Hintern. Und der Versuch mit 24-jährigen mitzuhalten – mehr als nur ehrgeizig.

Die letzte Woche brach an – sehr zu meiner Erleichterung. Diese brachte auch etliche Fortschritte. Dann der letzte Tag. Am Morgen die Prüfung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen eine Feuerzeremonie und die Diplomübergabe. WAS, DAS WAR’S!?!?

Der Abschied fiel nicht so leicht. Doch Thomas und ich mussten weiter. Das nächste Abenteuer wartete! So packte ich meinen inneren Yogi wieder weg und stieg aufs Motorrad. Hasta la vista!

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