Bunte Berge, Grabtürme und schwimmende Inseln

Nachdem uns die peruanische Zollbehörde schon so nett darauf hingewiesen hatte, dass wir nicht mehr sehr viel Zeit in ihrem Land verbringen sollten, brachen wir Richtung Süden auf.

Zwei Zwischenstopps hatten wir in Planung: den Regenbogenberg und die Grabtürme von Sillustani.

Den Regenbogenberg wollten wir zwar gerne sehen, fühlten uns aber nicht dazu berufen mehr als 5 Stunden zwischen 4‘200 und 5‘200 m rum zu spazieren. Wir hatten jedoch von einem kürzeren Zugang gehört und diesen wollten wir nun auch ausprobieren. Die Abzweigung von der Hauptstrasse sah nicht vielversprechend aus. Doch freundliche Fussgänger unterwegs bestätigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Der Zustand der Strasse bereitete uns nicht auf die Anzahl an Taxis, Minibussen und Reisebussen vor, die wir an ihrem Ende antrafen.

Es war so kalt, dass wir die Motorradhosen gerne anliessen. Die Stiefel tauschten wir gegen unsere Treckingschuhe; schnallten sie und Jacken auf das Motorrad.

Die Wanderung war tatsächlich kürzer. Wir brauchten 2 Stunden bis hin. Der Hauptverkehr war in die Gegenrichtung – zurück zum Parkplatz. Etwas unterschätzt hatte ich die Wärme und das Gewicht meiner Motorradhose 😀Doch wir erreichten den Aussichtspunkt auf etwas über 5‘000 m. Während wir noch die Farben des Berges bewunderten, zogen Wolken rein. Der Rückweg verlief viel schneller als der Hinweg. Doch obwohl es bergab ging, entkamen wir dem Schneegestöber nicht ganz. Zum Glück war es, wie immer, nur eine Wolke.

Die Grabtürme von Sillustani sind nur einige Kilometer von der Hauptstrasse nach Bolivien entfernt. Sie liegen idyllisch gelegen am See auf Hügeln. Leider wurden sie alle, wie die meisten ihrer Art, schon vor langer Zeit geplündert. Die Mumien, die Grabbeigaben, einfach alles. Diese Türme waren in gewissen Kulturen weitverbreitet und als Chullpa bekannt.

Wir hatten immer noch ein paar Tage Zeit, bevor wir über die Grenze mussten. Was uns durch ein nettes Email der Zollbehörde erneut bestätigt wurde. So unternahmen wir noch einen kleinen Ausflug auf den Titicaca-See. Wir besuchten die schwimmenden Inseln von Uros. Diese werden im Seeboden verankert damit sie nicht mit der Strömung ziehen und plötzlich in Bolivien landen. Der Schilf aus dem die Inseln bestehen muss ständig neu geschnitten und aufgestockt werden. Die Häuser darauf halten etwa 6 Monate. Trinkwasser kann durch das gleiche Loch bezogen werden in dem auch Fische gefangen werden können. Es ist ein eigenartig schwammiges, federndes Gefühl auf dem Schilf zu laufen. Mag sein, dass es früher anders war. Doch heute ist das Ganze extrem touristisch. So durfte auch beim Besuch dieser Insel der Souvenirstand nicht fehlen. Nach diesem extrem touristischen Erlebnis war es Zeit von Peru Abschied zu nehmen.

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