Vom Luxus einer Klobrille und eines Duschkopfs

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen Eindruck im Leben von Reisenden hinterlassen. Sie bringen einen zum Lächeln, lassen einen den Kopf schütteln und gelegentlich bieten sie Gesprächsstoff für lange Fahrtage.

So gehören Klobrillen und Duschköpfe zu unserem Leben, ohne dass wir uns normalerweise Gedanken darüber machen. Wo muss man sich bei uns schon überlegen, ob es da, wo man hingeht auch ein Klo haben wird? Oder wenn man ein Zimmer bucht, ob die Unterkunft überhaupt eine Dusche oder Badewanne haben wird?

Nun ja, beim wild campen hat man selbstverständlich keines von beidem. Weiss man ja, oder? Dass man jedoch bei der Auswahl einer Unterkunft eine Checkliste braucht, ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. Auch heute noch vergesse ich immer wieder was auf meiner 10-Punkte-Liste. Ich komme zurück, glücklich was gefunden zu haben, und Thomas stellt eine Frage zur Unterkunft. Natürlich genau über den Punkt, der mir heute entgangen ist.

Doch immer wieder gibt es Überraschungen. Dinge, die einem bei der Besichtigung des Zimmers oder aufgrund der Aussage der Rezeption nicht auffallen. Doch die Qualität der Örtlichkeiten ist etwas, dass man bemerkt.

So war die Entwicklung von Kirgistan, durch Russland und weiter durch Korea nach Japan schon bemerkenswert. Natürlich stellt sich auch öfters die Frage, wie hätten Sie ihre Klobrille gerne? Gepolstert, beheizt, Holz, Kunststoff.

In Kolumbien waren wir dann in diesem wirklich schönen Hotelzimmer, alles perfekt. Aber die Betreiber fanden es entweder nie für nötig eine Klobrille zu installieren – schon gar keinen Duschkopf – oder ein anderer Gast hat beides einfach in sein Auto geladen. Wer weiss…

In Peru und Bolivien wurden wir öfter „al campo“ – aufs Feld – geschickt. Ganze Busladungen von Reisenden stehen oder kauern einfach in der Wiese. Ein guter Grund als Frau keine Hose zu tragen.

Nun ist das mit den Duschköpfen ja auch so eine Sache. Wenn es welche hat, gibt es ebenfalls Varianten. Doch mit oder ohne Duschkopf ist heisses Wasser keine Selbstverständlichkeit. In Zentralamerika ein oft unnötiger Luxus, wird es in den Anden doch ein weiterer Punkt auf der Liste, den es zu prüfen gilt. Sehr beliebt sind hier die Todesduschen – Duschköpfe, die selber heisses Wasser produzieren. Der Duschkopf an sich ist wohl selten das Problem. Doch die Stromversorgung eben dieses ist oft mehr als nur abenteuerlich.

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