Dem Ende der Welt entgegen

Zu unserer Überraschung und grossen Freude kontaktierten uns Megan und Mike, ein australisches Pärchen auf der gleichen Africa Twin wie Steve, am 30. Dezember. Schnell kam man überein gemeinsam Sylvester zu feiern. Nach dem wir unser Lamm-Gigot konsumiert und die Kehlen feucht gehalten hatten,

sassen wir um 23.30 Uhr auf dem Trockenen. Das ging gar nicht. Kurz entschlossen brachen wir in die Stadt auf. Erfolgreich in unserem Unterfangen konnten wir um Mitternacht anstossen!

Am 2. Januar luden wir auf und trennten uns, diesmal endgültig, von Steve. Der Weg ans „Ende der Welt“ wird in Argentinien von Vogelscheuchen begleitet.

Faszinierend wie diese auch sein mögen,

fanden wir die Emus, Guanacos und extrem wolligen Schafe interessanter. Wenn der Kopf im „Gras“ steckt verwechselt man die hiesigen Schafe gerne mit einem grossen Haufen dreckiger Wolle 🙂

Torres del Paine ist eine der Attraktionen, die man hier unten in Südpatagonien nicht verpassen darf. Entsprechend war auch der Verkehr auf der Schotterstrasse. Doch schon vor dem Parkeingang bot sich eine tolle Sicht auf die Berge.

Als zwei Kondore direkt über uns hinweg glitten,

hatte Thomas leider das falsche Objektiv auf der Kamera.

Sie wären nur schwarze Flecke an dunklem Himmel gewesen 😦

Der Pehoe-See bietet mit seiner unglaublich türkisenen Farbe einen schönen Vordergrund

zu den Torres del Paine.

Puerto Natales erwies sich, trotz seinem Ruf als Touristenzentrum, als ruhiger Ort.

Wir hatten ein kleines Apartment in Laufentfernung vom Zentrum – mit Frühstück.

Dieses wurde uns jeden Morgen angeliefert – die Eier noch warm.

Unsere Erfahrung mit dem patagonischen Wind hält sich, auch nach den 250 km von Puerto Natales bis Punta Arenas, in Grenzen. Wir hatten etwa 30 Kampf-Kilometer – sehr starker, aber nicht sehr böiger Seitenwind. Im Vergleich zu Bekannten und Freunden, die die Strecke vor uns gefahren sind, können wir uns wohl glücklich schätzen. Aber das Ende der Welt naht.

Hoffentlich nicht so in Untergangsstimmung wie bei diesen Schiffen

Lord Lonsdale

in Punta Arenas.

Eine Fähre, nach Feuerland, und 475 Strassenkilometer trennen uns noch von Ushuaia. Zwei Fahrtage für uns. Und dann, ja dann müssen wir erst mal entscheiden wie viele Enden wir besuchen wollen… 😀

Wir sind definitv nicht die ersten Schweizer in Punta Arenas

Das „wahre Ende der Welt“, das Ende der Ruta 3, nur das Ende in Ushuaia?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s