Uruguay, unsere letzte Chance…

English version

… uns von unseren sehr guten Freunden zu verabschieden.

Von San Isidro sind es 250 km bis zur grossen Maut-Brücke, die den Rio de la Plata überspannt und Argentinien mit Uruguay verbindet. Romantisch angehaucht, danke Karl May ;-), hatte ich mir den Rio de la Plata immer blau-silbern schimmernd vorgestellt. Doch bereits in Buenos Aires musste ich meine Fantasie an die braune Brühe der Realität anpassen. Vielleicht helfen die gegenwärtigen Überschwemmungen an den Zuflüssen da auch nicht gerade.

Unser 31. Land auf dieser Reise soll neben den Stränden an der Atlantikküste nur wenig zu bieten haben. Ganz ehrlich, was wissen wir zu Hause schon über Uruguay? Nun, unser erster Stop, die kleine Ortschaft Fray Bentos,

am Rio de la Plata, war schon mal sehr bildend. Hier steht das Museo de la Revolución Industrial.

Der riesige Komplex,

der mal eine richtige kleine Ortschaft neben der Stadt war, wurde 1865 von der Liebig Extract of Meat Company gegründet.

Ihr Hauptprodukt – Oxo-Würfel!

Am Höhepunkt der Produktion wurden hier täglich 1‘600 Rinder

– keine Ahnung wie viele Schafe – geschlachtet und zu Corned Beef, Bouillonwürfel (eben Oxo) und an die 150 weiteren Produkten verarbeitet.

Seit der Schliessung 1979 zerfällt die Anlage leider, trotz Unesco-Geldern.

Der nächste Fahrtag zeigte uns Uruguay als grüne Fläche mit viel Landwirtschaft. Ein kurzer Ausflug auf einen Feldweg bewies,

dass Piste fahren zurzeit keine gute Idee ist.

Colonia del Sacramento, ist die älteste Stadt Uruguays.

Eine Stadt mit einem kleinen, kolonialen Zentrum,

erfreute sie uns mit warmem Wetter, erstaunlichen Oldtimern

und natürlich auch den historischen Gebäuden.

Selbstverständlich liegt auch sie am Rio de la Plata.

Diashow: Uruguay

Einige unserer besten Freunde waren, ein letztes Mal in Südamerika, an einem Ort versammelt.

Kanako (Coco), Takeshi und Wasabi hatten ihr Auto bereits verladen. Sie selber würden Ende März von Buenos Aires nach Amsterdam fliegen. Sie wollen dann für drei Monate Europa erkunden bevor sie sich – über Land – auf den Heimweg nach Japan machen. Mandi und John planten ihren Van Mitte März nach Florida zu verschiffen. Am 18. März 2019 würden sie voraus fliegen und zuhause auf ihr Fahrzeug warten. Wir verbrachten zwei Nächte im Chacra Holandesa mit ihnen allen.

Um den Abschied etwas zu erleichtern, verbrachten wir anschliessend noch zwei Tage mit Mandi und John in einem sehr regnerischen Montevideo

– hauptsächlich mit der lokalen Gastronomie beschäftigt.

Ein kurzer Blick auf den hier endenden Rio de la Plata bestätigt: Ja, er ist auch hier noch braun!

Alles hat ein Ende, so auch die gemütlichen Treffen mit unseren Freunden. Auf dem Weg aus Montevideo raus, vergoss ich im Helm ein, zwei wehmütige Tränen. Die meisten unserer Freunde hatten den Kontinent bereits verlassen oder würden sehr bald. Doch ich musste mich bald auf den Verkehr konzentrieren und unser nächstes Ziel.

Brasilien!

Ja, mein Herz schlägt immer noch höher, wenn wir eine neue Destination anfahren. Freudige Erwartung fährt nach wie vor durch meinen Körper. Kribblig, mit einem garantiert ziemlich dämlichen Grinsen im Gesicht, sitze ich auf dem Motorrad – Thomas ins nächste Abenteuer folgend. 😀

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